Freitag, 19. August 2022
   

Roman

 

Mariana Leky: "Kummer aller Art"

»Alle wirken innerlich blitzblank, nur in unserem Inneren sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa«, denkt sich Kioskbesitzer Armin, als er vergeblich versucht, erfolgreich zu meditieren.

Und auch im Inneren der anderen Figuren dieser literarischen Kolumnen herrscht Unordnung: Frau Wiese kann nicht mehr schlafen, Herr Pohl ist nachhaltig verzagt, Lisa hat ihren ersten Liebeskummer, Vadims Hände zittern, Frau Schwerter muss ganz dringend entspannen, ein trauriger Patient hat seine Herde verloren, und Psychoanalytiker Ulrich legt sich mit der Vergänglichkeit an. Kummer aller Art plagt die Menschen, die sich, mal besser, mal schlechter, durch den Alltag manövrieren. Aber der Kummer vereint sie auch, etwa, wenn auf Spaziergängen Probleme zwar nicht gelöst werden, aber zumindest mal an die Luft und ans Licht kommen. Klug, humorvoll und mit großem Sinn für Feinheiten und Absurditäten porträtiert Mariana Leky Lebenslagen von Menschen, denen es nicht an Zutraulichkeit mangelt, wohl aber am Mut zur Erkenntnis, dass man dem Leben nicht dauerhaft ausweichen kann.

     

MARIANA LEKY studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln. Bei DuMont erschienen der Erzählband ›Liebesperlen‹ (2001), die Romane ›Erste Hilfe‹ (2004), ›Die Herrenausstatte¬rin‹ (2010) sowie ›Bis der Arzt kommt.‹ (2013). 2017 veröffentlichte sie den SPIEGEL-Bestsellerroman ›Was man von hier aus sehen kann‹, der in über zwanzig Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wird.
(Quelle: DuMont)


 

 

»Es sind perfekte Sätze, die Leky da schreibt, weil sie überraschen und doch so treffend sind, weil sie Bilder für Emotionen findet, statt sie mit Adjektiven zu beschreiben, weil darin eine ganze Welt der Fantasie und der Empathie aufgemacht wird.«
Judith Liere, ZEIT ONLINE

»In Mariana Lekys literarischen Kolumnen tummeln sich reizende Menschen mit kleinen und großen Sorgen. Von Liebeskummer bis Flugangst ist alles dabei und auch die Frage, ob man für die innere Ruhe besser meditiert oder in aller Stille sein Fahrrad repariert wird freundlich – humorvoll erörtert. Man kann sich festlesen in diesen warmherzigen Kolumnen.«
Anja Brockert, SWR2 LESENSWERT MAGAZIN

   
   
   

Sachbuch



 

 

"Ätherische Öle selbst herstellen"

Der Trend zum bewussten Umgang mit Körper und Geist lässt immer mehr Menschen zu natürlichen Heil- und Duftstoffen greifen. Eine bedeutende Rolle kommt dabei den ätherischen Ölen zu. So mancher möchte sein Öl selbst herstellen - mit eigens ausgesuchten Rohstoffen, ohne chemische Zusätze und mit individueller Duftnote. Detailliert und praxisbezogen zeigen die Autoren, wie die Komposition von natürlichen Ölen gelingt. Anschaulich werden die einzelnen Verfahren und die notwendigen Gerätschaften zur Ölgewinnung vorgestellt und mit Bildern ergänzt. Für 140 heimische und exotische Pflanzen und Kräuter finden sich detaillierte Hinweise auf Verarbeitung, Erntezeitpunkt und Wirkung. Das breite Spektrum der Einsatzmöglichkeiten zeigt sich anhand von über 50 Basisrezepturen: von Produkten zur Gesichts- und Körperpflege - wie Badezusätze, Massageöle, Gesichtsmasken, Cremes, Rasierwasser, Tonikum, Haarshampoo und Seife - über Liköre, Gewürzöle, Aromatisierung von Tee, Inhalationen, Raumsprays und Saunaaufguss bis hin zu Parfüm. Ein reich illustriertes Praxishandbuch zum Verwöhnen der Sinne.

     
   

 

      
    

 

ROMAN - Alois Hotschnig: "Der Silberfuchs meiner Mutter"

1942 fährt eine Norwegerin nach Vorarlberg. Sie ist schwanger. Eigentlich wollte sie hier ein neues Leben beginnen mit ihrem Verlobten, einem Wehrmachtssoldaten. Doch alles kommt anders. Für sie und für ihren Sohn, Heinz. Schlimmer. Ein brillanter Roman über einen Menschen, der sich nicht brechen lässt. Und die berührende Liebeserklärung eines Sohnes an seine Mutter.
Das einzige, was Heinz Fritz mit Gewissheit von seiner Mutter weiß, sind die Stationen ihrer ersten langen Reise: Oslo – Kopenhagen – Berlin – München – Hohenems. Verbürgt ist sie durch ein Schriftstück, das er sein Leben lang bei sich trägt: ein Dokument des SS-Lebensborn. Die Norwegerin hat sich mit dem Feind eingelassen. Und sie hat dem Falschen vertraut. Denn als sie in Österreich ankommt, wird sie nicht willkommen geheißen von der Familie ihres Verlobten, sondern abgewiesen. Zurück kann sie auch nicht, denn in Norwegen gilt sie nun als Kollaborateurin … In einer großen, kompromisslosen Selbstbefragung versucht der Erzähler des Romans – ihr Sohn –, die Rätsel seiner Herkunft zu lösen, die Wahrheit über seine Eltern freizulegen. Es ist eine Spurensuche, an deren Ende sich noch einmal alles dreht. Und eine zweite, »hellere« Version der düsteren Geschichte aufscheint...


»›Der Silberfuchs meiner Mutter‹ ist ein berührender historischer Roman von Identitätssuche, Erinnerung, Liebe und Verstrickung und hält trotz aller Tragik viele glückliche Lesemomente bereit.«
Annette Raschner, ORF

»Alois Hotschnig [erzählt] in diesem Roman, auf jeder Seite, in jeder Zeile, in jedem Wort und in jedem Satzzeichen von einem durch Geburtszufall besonders geprägten Leben. In einer Sprache, die man singen hört.«
Wilhelm Huber, Die Brücke

»Alois Hotschnig hat einen literarischen Monolog von existenzieller Wucht geschrieben.«
hr2-kultur

 


»zum Buch
 

 

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