Montag, 29. November 2021
   

Roman

 

Ferdinand Schmalz: "Mein Lieblingstier heißt Winter"

Der Wiener Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht soll einem makabren Wunsch nachkommen. Sein Kunde Doktor Schauer ist fest entschlossen, sich zum Sterben in eine Tiefkühltruhe zu legen. Er beauftragt Franz Schlicht, den gefrorenen Körper auf eine Lichtung zu verfrachten. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist die Tiefkühltruhe jedoch leer, und Schlicht begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Suche nach der gefrorenen Leiche. Dabei begegnet er der Tatortreinigerin Schimmelteufel, einem Ingenieur, der sich selbst eingemauert hat, und einem Ministerialrat, der Nazi-Weihnachtsschmuck sammelt. Ferdinand Schmalz nimmt uns in »Mein Lieblingstier heißt Winter« mit auf eine abgründige Tour quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz.




 

     
Ferdinand Schmalz, geboren 1985 in Graz, aufgewachsen in Admont in der Obersteiermark, erhielt gleich mit seinem ersten Theaterstück »am beispiel der butter« 2013 den Retzhofer Dramapreis und wurde zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Sein Stück »jedermann (stirbt)« wurde am Burgtheater uraufgeführt und mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. 2017 nahm er an den Tagen der deutschsprachigen Literatur teil und gewann mit einem Auszug aus »Mein Lieblingstier heißt Winter« den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien sein gleichnamiger Debütroman, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2021 steht. Ferdinand Schmalz lebt in Wien.
(Quelle: S. Fischer)
 

»urkomisch und höchst befreiend. [...] Oft denkt man, was Ferdinand Schmalz tut, hätte sich nicht einmal Loriot ausdenken können.«
Nora Zukker, Tages-Anzeiger, 25. August 2021

»ein fulminantes Romandebüt«
Jérôme Jaminet, Der Tagesspiegel, 8. August 2021

»Feiner Krimispaß für alle sprachverliebten Freunde der gepflegten literarischen Jenseitsbeförderung.«
ORF - Ö1 Morgenjournal, 22. Juli 2021






 

Sachbuch




 

 

Florian Illies: "Liebe in Zeiten des Hasses - Chronik eines Gefühls, 1929–1939"

In einem virtuosen Epochengemälde erweckt Florian Illies die dreißiger Jahre, dieses Jahrzehnt berstender politischer und kultureller Spannungen, zum Leben.
Als Jean-Paul Sartre mit Simone de Beauvoir im Kranzler-Eck in Berlin Käsekuchen isst, Henry Miller und Anaïs Nin wilde Nächte in Paris und »Stille Tage in Clichy« erleben, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway sich in New York in leidenschaftliche Affären stürzen, fliehen Bertolt Brecht und Helene Weigel wie Katia und Thomas Mann ins Exil. Genau das ist die Zeit, in der die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergreifen, Bücher verbrennen und die Gewalt gegen Juden beginnt.
1933 enden die »Goldenen Zwanziger« mit einer Vollbremsung. Florian Illies führt uns zurück in die Epoche einer singulären politischen Katastrophe, um von den größten Liebespaaren der Kulturgeschichte zu erzählen: In Berlin, Paris, im Tessin und an der Riviera stemmen sich die großen Helden der Zeit gegen den drohenden Untergang. Eine mitreißend erzählte Reise in die Vergangenheit, die sich wie ein Kommentar zu unserer verunsicherten Gegenwart liest: Liebe in Zeiten des Hasses.

 

     

Mit Eleganz und Leichtigkeit verwandelt Florian Illies vergangene Epochen in lebendige Gegenwart. Er zieht überraschende Querverbindungen zwischen den Protagonisten und verknüpft Szenen und Momentaufnahmen zu mitreißenden Panoramen. Sein Welterfolg »1913. Der Sommer des Jahrhunderts«, mit dem Illies ein neues Genre begründete, führte monatelang die SPIEGEL-Bestsellerliste an. Illies, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford. Er war Feuilletonchef der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« und der »ZEIT«, Verleger des Rowohlt Verlages, leitete das Auktionshaus Grisebach und war Mitbegründer der Kunstzeitschrift »Monopol«. Heute ist Florian Illies Mitherausgeber der »ZEIT« und freier Schriftsteller. Er lebt in Berlin.
(Quelle: S. Fischer)

 

»Was liest sich das wieder gut, was entsteht da für ein großartiges Liebes-Panorama, welch ein begnadeter Erzähler ist dieser Autor.«
Stefanie Wirsching, Augsburger Allgemeine, 15. November 2021

»ein beeindruckender Ritt durch die Geschichte, so unterhaltsam und fesselnd, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann.«
Anne Burgmer, Kölner Stadtanzeiger, 5. November 2021

»wie Illies das herausarbeitet, mit leichter Hand, mit amüsiertem Blick, nie wertend, immer beobachtend, mittendrin, der stille Spaziergänger durch brennende Gefilde - das sucht seinesgleichen.«
Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung, 27. Oktober 2021





 

       
      

Ältere Beiträge

Alle Einträge Author: Kollmann

Jürgen Beetz: "Feedback"


Selbstbezug und Kopplung sind universelle Mechanismen im Verhalten von Systemen. Erst wenn man die Rückwirkung eines Strukturelements auf sich selbst im Blick hat, lässt sich echtes Verständnis gewinnen - egal ob es sich um eine Taschenuhr, die Geldmenge oder die politischen Verhältnisse handelt.

Yulia Marfutova: "Der Himmel vor hundert Jahren"


Russland 1918: In einem abgelegenen Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, denn man weiß noch nichts von Revolution und Bürgerkrieg. Die Zeichen der neuen Zeit, die bis hierher durchdringen, bleiben zunächst geheimnisvoll und unverständlich, sind aber nicht aufzuhalten.

"Das Handbuch für nachhaltiges Reisen"


Nachhaltiges und umweltbewusstes Reisen stehen hier im Mittelpunkt. Zahlreiche Tipps und Beispiele zeigen, dass Traumurlaube und Fernreisen nicht zwangsläufig im Widerspruch zu verantwortungsbewusstem Ökotourismus stehen müssen.

Edgar Selge: "Hast du uns endlich gefunden"


Die Lebens- und Gefühlswelt des 12-jähriger Edgar ist sehr stark von der Figur des Vaters geprägt, der eine gesellschaftlich herausgehobene Stellung als Gefängnisdirektor bekleidet. In loser Folge werden Szenen beschrieben, die die Vater-Sohn-Beziehung umkreisen.

"Bushcraft for family - gemeinsam in die Wildnis"


Abenteuer Wildnis mit der Familie: Tipps für Vorbereitung und benötigte Ausrüstung, Orientierung, Anleitung für den Lagerbau und andere handwerkliche Projekte. Es werden Holzmesser geschnitzt, Seile hergestellt, geknotet ... und dann wird gemeinsam gekocht. Für alle, die gerne draußen sind.

Douglas Stuart: "Shuggie Bain"


Shuggie ist anders als die anderen Jungs. Er ist von zarter Statur, sein Gang weiblich, sein Gemüt sensibel. Am meisten liebt er seine Mutter, egal wie viel sie getrunken hat. Shuggie macht es zu seiner Aufgabe, sie vor dem Alkohol zu schützen. Bis er feststellt, dass er nur sich selbst retten kann.

Kerstin Mayer: "Zero Waste - ohne Stress"


Der Ratgeber von Kerstin Mayer bietet praxisnahe und individuell anpassbare Checklisten, Infos, Tipps und Tricks, um ohne Stress und Anstrengung einen nachhaltigen Familienalltag gestalten zu können.

Jonathan Franzen: "Crossroads"


Am Tag vor Heiligabend 1971 prallen in der Familie des Chicagoer Vorstadtpastors Russ Hildebrandt, seiner Frau Marion und den vier Kindern Clem, Becky, Perry und Judson ganz konträre Lebensentwürfe und Zukunftswünsche aufeinander ... 

Gert Loschütz: "Besichtigung eines Unglücks"


Im Dezember 1939 prallen im Bahnhof Genthin zwei voll besetzte Züge aufeinander - bis heute das schwerste Zugunglück in der deutschen Geschichte. Der Roman erzählt vom Unglück selbst, aber auch von zwei Menschen, deren Schicksal durch das Unglück in andere Bahnen gelenkt wurde.

Start    |    Mediensuche    |    Termine    |    Kinder & Jugendliche    |    Schulen & Kitas    |    Info/Kontakt    |    Datenschutz    |    Mein Konto
Copyright [Year] by OCLC GmbH